Monatsspruch Oktober 2021

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“ (Hebr 10,24)

So lautet der Monatsspruch für Oktober aus dem Hebräerbrief. Aufeinander achthaben. So habe ich meinen Dienst als Gemeindepfarrer immer verstanden. Aufeinander achthaben. Auf die Alten und Kranken und Sterbenden. Und auch auf die Kinder und Jugendlichen.

Doch was ist eigentlich mit den „mittelalterlichen“ Berufstätigen? Sie verschwinden uns häufig aus dem Blickfeld, weil sie meist nicht so hilfsbedürftig erscheinen. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zeit des Erwachsenseins, des Berufstätigseins, des Gestaltens auch mit vielen Sorgen und Nöten und Fragen verbunden ist. Auch der Starke, auch die Starke, braucht Rat und Hilfe und Orientierung. Auch Jesus hat sich für diese Menschen interessiert, und er hat sich mit ihnen beschäftigt. Ich denke da an den so genannten reichen Jüngling, der zu Jesus kam und ihn fragte: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben?“ Die Frage nach dem Sinn und Zweck und Ziel des Lebens. Ja, auch reiche und erfolg-reiche Menschen brauchen Rat und Hilfe, Wegweisung und Fürsorge. Und die hat auch der Autor des Hebräerbriefes im Blick, wenn er schreibt: „Lasst uns aufein­ander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“

Pfarrer Bernhard Schmidt

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Sie können diese HTML Tags und Attribute nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*