Monatsspruch für November 2020

Gott spricht: „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.“ (Jeremia 31,9)

Früher dachte ich: Ist das alles? Trösten? Vertrösten? Warum macht die Kirche die Menschen immer zu Kindern? Heute sehe ich das anders. Trösten ist viel, trösten ist wichtig, Trost ist eine Macht. Alle Menschen brauchen Trost, Junge und Alte. Wir erleben das gerade mit dem Virologen Prof. Christian Drosten, dem aktuellen Seelsorger und Seelentröster der Nation, der das Trösten fast schon im Namen führt… Er ist kundig, er ist authentisch, er ist empathisch, und er sagt uns, wann es vorbei ist. Trösten ist eben nicht nur in den Arm nehmen und Tränen abwischen und mitfühlend sein. Ein wahrer Tröster muss auch sagen, dass es weitergeht und wie es weitergeht. Christian Drosten tröstet uns vor allem mit der Verheißung eines Impfstoffes.

Beim Propheten Jeremia, unserem Monatsspruch für November 2020, hat Gott sein Volk Israel getröstet mit der Verheißung der Heimkehr in die Heimat, d. h. mit der Rückkehr in die Freiheit und in normale geordnete Verhältnisse, aber auch, ab Vers 31, mit der Verheißung des Messias und eines neuen Bundes. Hier heißt es lapidar: „Ich will sie trö­sten und leiten.“ Leiten – das heißt führen, das heißt mitgehen, das heißt begleiten, und das heißt herausführen aus dem Elend. Gottes Wort in Gottes Ohr.

Bernhard Schmidt

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