Monatsspruch für Juli 2020

Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach: „Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ (1Könige 19,7)

Der Engel wird Elia nicht geweckt haben, wenn es nichts zu essen gegeben hätte. Gott sorgt für uns, auch für unseren Leib. Und wir bitten ihn darum in jedem Vaterunser: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Dass damit nicht nur die Speise gemeint ist, haben wir von Martin Luther gelernt, der im Kleinen Katechismus auf die Frage: „Was heißt denn tägliches Brot?“ antwortet: „Alles, was not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherren, gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen.“

Die Corona-Krise hat uns wieder einmal gelehrt, dass dies eine unabgeschlossene Reihe ist, wie der Ausdruck „desgleichen“ ja auch andeutet. Auch Medikamente und Impfstoffe tun „not für Leib und Leben“. Und es ist auch gut, darum zu bitten und dafür zu beten, dass die Wissenschaft bald Corona-Medikamente und –impfstoffe entwickelt. Denn solange wir diese – im wahrsten Sinne des Wortes – Lebensmittel nicht haben, werden wir im Ausnahmezustand bleiben. Doch der Monatsspruch bestärkt mich in der Hoffnung, dass Gott auch uns wieder aufstehen und die weitere Reise antreten lässt. Und er bestärkt mich in meinem Wunsch, dass Gott all denen, die eine Urlaubsreise antreten, seine Schutz- und Segensengel als Begleiter senden wird.

Bernhard Schmidt

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