Deutschland singt – am 3. Oktober auch in Dallgow

Am Abend des 3. Oktober 2020 findet eine bundesweite Singeaktion statt, an welcher auch die Gemeinde Dallgow teilnimmt.

Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ und der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. unter Schirmherrschaft des EKD Ratsvorsitzenden Bischof Heinrich Bedford-Strohm und des Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster laden an diesem Tag zu einer DANKE-Demo ein.

Nach 30 Jahren Einheit blicken die Menschen dieses Jahr ganz besonders auf ihre Geschichte. Viele sind dankbar für die Friedliche Revolution, die Wiedervereinigung und für 75 Jahre Frieden in unserem Land. Gemeinsames Singen bringt Menschen aus allen Kulturen und Generationen zusammen. Am 3. Oktober 2020 sollen um 19.00 Uhr daher gleichzeitig im ganzen Land 10 verbindende Lieder gesungen werden. Denn Einheit und Zusammenhalt müssen wie die Demokratie in unserem Land jeden Tag neu erkämpft werden. Gemeinsames Musizieren sendet auch ein politisches Signal aus: Heute gilt es mehr denn je standzuhalten und extremistischen Kräften, die Angst, Gewalt, Rassismus und Antisemitismus verbreiten, die Stirn zu bieten. Der Appell, der von den Marktplätzen der Republik ausgehen wird, soll lauten: Auch für die Zukunft stehen wir geeint für Grundwerte wie Freiheit, Humanität, Zusammenhalt und Demokratie ein.

Herzliche Einladung an alle, am 3. Oktober, 19 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz Dallgow dabei zu sein und mitzusingen. Der Dallgower Bürgermeister Jürgen Hemberger wird ein Grußwort sprechen und die Dallgowerin Astrid Eichler als Zeitzeugin einige Worte sagen. Zur Verstärkung singen der Kirchenchor Dallgow, die Kantorei Finkenkrug, und es spielt der Bläserchor Rohrbeck mit Gästen.

Alle Teilnehmer*innen mögen bitte eine Kerze mitbringen und sich die Texte der Lieder unter folgendem Link herunterladen:

https://safe.gemeinsam.ekbo.de/index.php/s/eXHUocAe1yHzsLh

Vor Ort liegen auch einige Texthefte bereit.

Auf die Einhaltung der geltenden Coronalregeln wird geachtet.

Weitere Informationen zur Aktion sind zu finden auf der Internetseite: https://3oktober.org/

„Singen ist etwas Wunderbares, es verbindet Menschen und hilft Grenzen zu überwinden. Daher ist das gemeinsame Singen am 3. Oktober gerade in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen gegen
alle Kräfte, die uns als Gesellschaft auseinanderbringen wollen – und es ist ein Zeichen. Ich wünsche mir, dass die Lieder, darunter auch das hebräische „hevenu shalom alechem“, das Verständnis füreinander und den Frieden stärken!“, kommentiert EKD Ratsvorsitzender Bischof Heinrich Bedford-Strohm.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden Dr. Josef Schuster erhofft sich am 3. Oktober eine rege Teilnahme: „Ich hoffe, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am gemeinsamen Singen dieser Initiative beteiligen und ihre Stimmen erheben, für Einheit und Frieden. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass von den Singenden ein Signal ausgeht, für ein friedliches Zusammenleben in einem vereinigten Deutschland, ohne Hass, Rassismus und Antisemitismus.“
Durch die aktuellen Geschehnisse im Zeichen der Corona-Krise hat die Initiative für das gemeinsame Singen am 3. Oktober mittlerweile einen noch viel weiterführenden Charakter entwickelt. Denn neben der Dankbarkeit in einem demokratischen, vereinten Land leben zu dürfen, steht auch der Zusammenhalt in der Gesellschaft, die gelebte Einheit in Freiheit, im Mittelpunkt der Aktion. Auch mit Bezug auf die Corona-Pandemie möchte die Initiative ein Zeichen der Solidarität setzen und alle Bürger mit einbinden. Die Aktion findet daher in jedem Fall statt – wenn nötig auch vom Balkon, aus dem Fenster oder als virtueller Chor über einen Live-Stream.

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