Monatsspruch für Dezember 2019

Warum feiern wir eigentlich Weihnachten im Dezember, obwohl nichts dazu in der Bibel steht? Wir müssen uns eingestehen, wir wissen schlicht nicht, wann Jesus von Nazareth geboren wurde. Doch spätestens seit 336 n. Chr. feiern Christen Weihnachten am 25. Dezember. Wie kam es dazu? Man nimmt an, dass die Geburt Christi im 4. Jhd., als das Christentum nach 300 Jahren Illegalität endlich legalisiert wurde, auf den römischen Feiertag des sol invictus, des unbesiegten Sonnengottes, gelegt wurde. Diesen feierte man am 25. Dezember, einen Tag, den Julius Cäsar bei seiner Kalenderreform als den Tag der Wintersonnenwende bestimmt hatte. Das war eine weise Entscheidung gewesen, denn vom 25. Dezember an werden die Tage spürbar länger, breitet sich das Licht aus. Zugegebenermaßen gibt es keinen symbolisch geeigneteren Tag für den Geburtstag Jesu Christi als diesen, denn Jesus bringt Licht und Klarheit in die Welt, durch sein Wort und Werk und Leben. Das spüren wir alle, darum zieht es uns zu Weihnachten in die dunklen Kirchen und wir erleben gemeinsam die Geburt die Heilandes und die Ausbreitung des Lichtes und hören die altvertrauten Worte: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht.“ Darum gilt auch für jeden einzelnen und für jede einzelne – wie es im Monatsspruch für Dezember 2019 heißt: „Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ (Jesaja 50,10) Mit diesem Wort lade ich Sie alle herzlich zu unseren Advents- und Weihnachtsgottesdiensten ein.

Ihr Pfarrer Bernhard Schmidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*