Bilder von der Konventsfahrt

Konventsfahrt nach Stettin (Szczecin)

Vom 10. bis 13.2.2015 unternahm der Pfarr- und Mitarbeiterkonvent des Kirchenkreises Falkensee seine traditionelle Konventsfahrt. Sie führte uns diesmal in unser östliches Nachbarland, nach Polen, in die Stadt an der Oder­mündung: Szczecin. Bis 1945 war Stettin sozusagen der Ostseehafen Berlins. Die mit 410.000 Einwohnern sechst­größte Stadt Polens liegt nur gut 100 km nordöstlich von Berlin entfernt. Im Stadtbild dominieren die Spuren der preußisch-deutschen Geschichte, die alte Hansestadt war 700 Jahre lang pommersche Residenzstadt. Im 2. Welt­krieg wurde Stettin schwer zerstört, nach 1945 wurde die Stadt polnisch. In den 70er und 80er Jahren war Stettin neben Danzig Keimzelle des Widerstandes gegen das kommunistische Regime.

Für uns kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war die Stadt aber eigentlich Reiseziel wegen Dietrich Bonhoeffer und Finkenwalde. In einem ehemaligen Gutshaus im nahegelegenen Dorf Finkenwalde richtete die Bekennende Kirche 1935 ein sog. Predigerseminar ein, zu dessen Direktor der Pfarrer Dr. Dietrich Bonhoeffer berufen wurde. Bonhoeffer (* 1906), dessen 70. Todestages wir am 9.4.2015 gedenken, sollte die jungen Theologen auf den schweren Dienst als Pfarrer der Bekennenden Kirche geistlich vorbereiten. 1937 wurde das Predigerseminar von der Gestapo geschlossen. Bei Luftangriffen auf die hinter dem Haus befindlichen Bahnanlagen wurde das Gutshaus völlig zerstört. Heute befindet sich hier ein Bonhoeffer­meditationspark, der von der kleinen evangelischen Gemeinde in Stettin betrieben wird. Die Gäste, die aus aller Welt an diesen Ort pilgern, wohnen – wie auch wir in diesen Tagen – gern im Dietrich-Bonhoeffer-Studien- und Begegnungszentrum in Stettin. Unser herzliches Dankeschön gilt dem Direktor des Hauses, Herrn Falko Reichardt, und seinen Mitarbeiterinnen.

Die Bilder zur Konventsfahrt können Sie hier ansehen:

https://www.dropbox.com/sh/251qb53irc8jh0f/AADytAmCf8obbzu_nKjHo2zWa?dl=0

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