Abschied von Präses Ditmar Lümmen

Helga und Ditmar Lümmen

Von Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Kollegialen Leitung des Kirchenkreises Falkensee

Der evangelische  Kirchenkreis Falken­­see trauert um den Präses der Kreissynode Ditmar Lümmen. Mir fällt ein Wort Jesu ein: „Eure Rede sei: Ja, Ja; Nein, Nein.“ Wie oft habe ich Ditmar Lümmen gebraucht, gefragt, ge­be­ten: „Können Sie da und dorthin gehen und ein Grußwort für uns sprechen?“ „Ja, das kann ich machen“,   hat er dann geantwortet; und ist hingegangen und hat das Grußwort gesprochen. Es gibt nicht viele Menschen, die die Gabe haben, sich ansprechen und sich bitten zu lassen und Ja zu sagen ohne Einschränkung, ohne Bedingung, ohne Wenn und Aber.

Ditmar Lümmen übernahm gern Verantwortung. Er hat sich gemeinsam mit seiner Ehefrau in der Flüchtlingsarbeit engagiert, er war Mitglied der Willkommensinitiative Dallgow, er war Mitglied des Begleitausschusses „Partnerschaft für Demokratie“, er war als Nachfolger von Wolfgang Levin Vor­sitzender des Kirchbauvereins Heilig-Geist und seit November 2015 Präses der Kreissynode, des Laienparlaments des Kirchenkreises Falkensee. In seine Amts­zeit fielen so wichtige Entscheidungen wie die Errichtung der Stelle einer Flüchtlings­beauftragten, die Einrichtung eines Nachhaltigkeitsfonds, die Aufnahme der Kirchengemeinde Bredow in den Kirchenkreis oder die Entschei­dung für die Sanierung des Rüst- und Freizeitheims „Bei den Aposteln“ in Zeestow. Als Präses der Kreissynode war er auch stellvertreten­der Vorsitzender des Kreiskirchenrats. Hier brachte er seine Kenntnisse und Erfahrungen als Verwal­tungs­jurist ein. Ditmar Lümmen war bis zu seiner Pensionierung Referatsleiter im Bundesinnenministerium gewesen.

Ich habe besonders bewundert, wie er – der seit langem schwer krank war – sich von seiner Krankheit und den damit verbundenen Themen und Terminen nie hat beherrschen lassen, sondern wie er immer wieder ins Leben drängte. Einmal kam er sogar mit Flexüle am Hals in die Kreiskirchenratssitzung und sagte: „Ich habe das Krankenhaus heimlich verlassen…“

Zurück zu dem oben zitierten Wort Jesu: „Eure Rede sei: Ja, Ja; Nein, Nein.“ Als wir einmal über Fremdenfeindlichkeit in der Kirche sprachen, konnte er auch sehr klar und deutlich „Nein“ sagen. Am 17. Juli 2018 ist Ditmar Lümmen im Alter von 61 Jahren von seinem langen schweren Leiden erlöst worden. Es tröstet uns zu wissen: Der, der ihn erschaffen hat, der hat ihn auch erlöst und hat sein ewiges Ja-Wort zu ihm gesprochen.

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